BRAUN Series 9

Allgemein, Technik

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Rasierapparate haben bei manchen Männern kein gutes Image: uncool wären sie, oder es fehle ihnen einfach an Stil. Natürlich schaut ein Mann, der sich an einem eiskalten Gebirgsbach mit einem Rasiermesser die Haare aus der Visage säbelt verwegener aus, als jemand der sich auf dem Weg ins Büro im Auto sitzend mit Hilfe eines brummenden Gerätes seiner Gesichtsbehaarung entledigt. Aber ganz ehrlich: wieviele von uns beherrschen noch eine Rasur mit dem Messer? Ich kann es zwar, aber bis dahin floss viel Blut, und generell schmerzt das Gesicht danach so sehr, als hätte man es mit Batteriesäure gewaschen.

Bleiben beim Thema Nassrasur eigentlich nur noch die Systemrasierer. Allerdings ist bei der modernsten Form der Nassrasur auch ein Spiegel unabdingbar, so manche Haut reagiert selbst bei der besten Rasur gerötet, und beim Nachkauf der Systemklingen fragt man sich angesichts des Preises, ob die Klingen aus Platin gefertigt werden. In Sachen High-End Rasur hat Braun mit dem Series 9 ein Gerät im Angebot, das selbst die größten Nassrasur Fans sich näher anschauen sollten – vor allem weil dieser Rasierer auch die Nassrasur beherrscht, und zwar bis 5 Meter unter Wasser, sofern davon jemals jemand gebrauch machen sollte. Von der Optik her schon fast eine Star Trek Requisite, hat er auch innere Werte die sich sehen lassen können. Mit ganzen 40.000 Scherenbewegungen pro Minute verrichtet er seine Arbeit gnadenlos, ohne dabei der Haut zu Nahe zu kommen. Denn die “Sonic” Technologie sammelt Daten über die Hautoberfläche und passt sich an die Gesichtskonturen und Haardichte an. Die Ladestation sterililisert, wartet und trocknet den Scherkopf Dank integriertem Lüfter. Selbst auf längeren Reisen reicht der Akku für 50 Rasuren, und kann für diesen Zeitraum einfach mit Wasser gewaschen werden. Somit ist dieses High-Tech Gerät auch ein idealer Reisebegleiter.

Lenovo X1 – Testbericht

Allgemein, Technik

Kohlefaserverbundwerkstoff, meist einfach als Karbon bezeichnet, ist der magische Stoff, aus dem Formel-1-Boliden konstruiert werden. Das Material gilt als leicht, und ausgesprochen robust – aber teuer in der Verarbeitung. Für sein Flaggschiff “X1” bringt Lenovo zum 25jährigen Thinkpad Jubiläum eine besonders gelungene Version seines Ultrabook raus.

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Bereits in der fünften Generation erscheint 2017 das X1 Carbon. Zum 25ten Thinkpad Jubiläum hat man sich die Messlatte sehr hoch gelegt, und ein Business Laptop entworfen, das zur Gänze auf SchnickSchnack verzichtet.
Makellose Verarbeitung
Das erste was an diesem 14“ High-End Business Laptop auffällt, ist das Gewicht. Mit 1,13 Kilo ist es das leichteste Ultrabook der Welt. Die Haptik der Aussenhülle kann auf den ersten Blick vielleicht nicht mit der Coolness eines Alu Notebooks mithalten, im praktischen Gebrauch lässt sich das Gerät aber sehr griffig anpacken – dass es einem mal aus der Hand rutscht, ist unwahrscheinlich. Was auch immer Lenovo gemacht hat um diese Mischung aus Kohlefaser und Kunststoff herzustellen, ihnen ist ein Material mit eindrucksvoller Haptik gelungen. Beim öffnen fällt die hervorragende Verarbeitung auf, der Screen lässt sich um 180 Grad drehen – wer noch mehr Flexibilität und einen Touchscreen will, müsste aber zum X1 Yoga greifen. Es wäre natürlich kein Thinkpad, wenn es nicht den roten Track Point in der Mitte der Tastatur hätte, aber das Mousepad funktioniert ebenfalls tadellos, und reagiert bei den leichtesten Berührung millimetergenau. Wer die Mouseknöpfe nicht ohnehin über das Pad auslöst, hat 3 „echte“ Knöpfe zur Auswahl. Die Tastatur selber – welche ja bei diesem Arbeitstier im Mittelpunkt steht – ist ein echtes Highlight: die Hintergrundbeleuchtung lässt sich per Tastenkombination blitzschnell anpassen, die Tasten überzeugen mit perfektem Druckpunkt und Tastenhub. Auch wenn die Thinkpads schon immer in dieser Disziplin Spitzenklasse waren – das X1 in der 5ten Generation liefert ein Schreibgefühl, bei dem man sich schnell wie ein Konzertpianist fühlt.

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…die Schnittstellen
Bei der Peripherie setzt man auf neueste Technik. Zwei USB 3.0 Anschlüsse sind selbstverständlich, interessant sind aber die zwei Thunderbolt Buchsen, diese sind gleich 8 mal schneller als USB 3.0, und zukunftsweisend – nicht zuletzt, da sie auch mit dem USB-C Standard kompatibel sind. Wer mal das Netzteil vergessen hat, kann einfach das Ladegerät vom Smartphone verwenden. Thunderbolt bietet viele Möglichkeiten, man könnte zum Beispiel eine externe Grafikkarte anstecken, um aus dem Business PC einen Gaming Laptop zu machen. Der microSD/SIM-Kartenschacht sorgt für zusätzlichen Speicher und die mobile Datenverbindung, HDMI ist selbstredend, und wer sein Ethernet Kabel anstecken will, hat hierzu einen Adapter mitgeliefert.
…die Hardware
Kommen wir zu den inneren Werten. Lenovo lässt sich in die Karten schauen – das X1 ist innerhalb einer Minute aufgeschraubt, was technisch versierte freuen wird – heutzutage längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Natürlich erlischt somit die Garantie, aber innerhalb dieser Zeit sind Hardware-Upgrades ohnehin nicht nötig. Vor allem bei diesem Inhalt: Unser Testgerät kam mit einem Intel Core i/-7600U 2, 80GHz Prozessor und 16 GB RAM. Der Grafik Chipsatz ist mit einer Intel HD Graphics 620 kein Rechenmonster, was bei einem Business Notebook aber auch nicht erwartet wird.
Der Monitor mit 2.560 x 1.440 Pixel auf dem 14“ IPS Panel garantiert hohe Farbgenauigkeit. Die maximale Helligkeit steht auch im reinen Akkubetrieb zur Verfügung, sie hätte aber noch eine Spur heller ausfallen können, dieses kompakte Gerät wird ja auch außerhalb des Office zum Einsatz kommen. Für die Textverarbeitung reicht es aber in jeder Lebenslage.<<

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Fazit: Mit dem X1 in der fünften Generation hat Lenovo ein klassisches High-End Laptop im Programm, das sich nochmal drastisch von seinen ohnehin schon guten Vorgängern abhebt!

Kreisel Electric

Politik, Print, Technik


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Das Thema Elektromobilität lässt derzeit die Börse verrückt spielen. Anfang April war Tesla an der Börse plötzlich mehr wert, als General Motors. Und das, obwohl die Elektro-Karossen in den letzten fünf Jahren 2,3 Milliarden $ Verlust machten, während General Motors 26 Milliarden Gewinn einspielte. Die Investoren pumpen Geld in den Markt, als hätte gerade eine technische Revolution bei den Batterien stattgefunden. Dabei handelt es sich bei den derzeit noch verwendeten Lithium-Ionen Akkus um eine Technologie aus den 90ern, die nur langsam effizienter wird. Ausgerechnet ein Unternehmen aus Österreich könnte in der langsamen Evolution jetzt einen gewaltigen Satz nach vorne machen!

Mit seinen rund 7500 Einwohnern ist Freistadt in Oberösterreich eine recht beschauliche Gemeinde. Erwähnenswert ist die Braukommune, die jedem Bürger das Recht auf Bier garantiert, oder die fast noch vollständig erhaltene Befestigungsanlage. Kaum jemand würde auf die Idee kommen, dass sich hier im Mühlviertel eine technische Revolution abspielt. Und dennoch haben die Gebrüder Kreisel ein globales Echo ausgelöst.
Mit Arnold Schwarzenegger haben sie gemeinsam eine Mercedes G-Klasse auf elektrischen Antrieb umgerüstet, mit 300 km Reichweite und einer besseren Beschleunigung als der stärksten Serienversion. Nun hofft man auf gute Kontakte in das technikverliebte Kalifornien, wo ohnehin Goldgräberstimmung herrscht. Ein besseres Testimonial hätte man sich für Marketing Aktivitäten nicht wünschen können, denn dies ist auch eine Stärke der „Kreisel Electric GmbH“. Das Logo zB. besteht aus drei ringförmig angelegten K´s, für jeden der Brüder eines, und weil es so gut gelungen ist, wurde es gleich als Grundriss für die neue Firmenzentrale verwendet, welche dieses Jahr im September eröffnet wird.

Was genau macht Kreisel aber nun so interessant, dass man sie im gleichen Atemzug mit Tesla nennt? Das nötige Selbstvertrauen in diesen Zukunftsmarkt holt man sich über eine eigene Batterietechnologie, auf welche auch schon zwei Patente angemeldet sind. Zwei Aspekte der Produktion sind bei ihren Batterien anders, als bei anderen Herstellern. Zum einen umfließt eine nicht leitende Flüssigkeit die Zellen, was entweder zur Erwärmung oder Kühlung dienen kann. Zum anderen verwenden sie beim schweissen der Akkus eine Lasertechnologie, die bei der Massenproduktion viel Zeit sparen könnte. Das alles passiert bei besonders geringem Gewicht und verminderter Brandgefahr, erhöhter Reichweite, schnelleren Ladezeiten, und längerer Haltbarkeit der Akkus.

Obwohl die Firma noch keine drei Jahre existiert, haben sie ein Elektrofahrzeug gebaut, neben dem sogar ein Tesla geradezu bieder aussieht. Mit dem Modell „910“ hat Porsche in den 1960ern ein legendäres Rennauto geschaffen, das vor allem Bergrennen dominierte. Die „Evex Fahrzeugbau GmbH“ baut diesen Klassiker in Kleinstserien nach, Kreisel bietet elektrische Versionen an, deren größter Unterschied das fehlen des röhrenden Sounds ist. Dafür haut es einem bei den technischen Daten die Kinnlade runter! Mit einer Beschleunigung von 0 – 100 km/h in 2,5 Sekunden rangiert er im Weltrekord Bereich, die Reichweite von 350 km sollte auch für längere Spritztouren reichen. Bei einem Preis von rund einer Million € wird er wohl eher selten als einziger Wagen in der Garage parken, aber dort ist er Dank einer intelligenten Technik nicht zum tatenlosen rumstehen verdammt: als bi-direktionaler Speicher kann der Wagen mit seiner 53 kWh Batterie dem Haus-Energiemanagement zur Verfügung stehen, was insbesondere Besitzern einer Photovoltaik-Anlagen sehr von Nutzen wäre.

Das Interesse der Brüder an dieser Technik ist kein Zufall. Mit ihrer Technologie wollen sie auch am relativ neuen Markt der Heimspeicher mitspielen, dem vor allem Elon Musk ein globales Wachstum zutraut. Mit der Tesla Powerwall ist die Firma aus Palo Alto schon seit 2015 auf dem Markt, und liefert bereits die zweite Generation aus. Noch im Jahr 2017 will auch Kreisel den eigenen Heimspeicher namens „Mavero“ weltweit anbieten.

Obwohl die Brüder Kreisel bereits Fahrzeuge aus allen Sparten auf Elektroantrieb umgebaut haben, wollen sie sich von ihrem Tüftlerimage distanzieren. Vielmehr ist man am “Big Picture” interessiert, will zukunftsweisend in der Elektromobilität sein, und auch an Konzepten für Energiemanagement und flächendeckender Ladestationen arbeiten. Seit geraumer Zeit wird Kreisel Electric ein Nahverhältnis zu Volkswagen nachgesagt, was sie theoretisch in Sphären katapultiert, von denen Tesla nur träumen kann. Eine Kooperation mit der Porsche Holding ist offiziell bestätigt, darin heißt es, man habe sich die Vertriebsrechte für die Speichertechnik von Kreisel Electric gesichert.

Auf die Kooperationen angesprochenbestätigt Kreisel aber nochmal seine globalen Ambitionen: „Wir sind in Verhandlungen mit fast allen großen Autoherstellern. Wir wollen mit unseren Lösungen Elektromobilität alltagstauglich machen, und arbeiten deswegen mit der gesamten Autoindustrie zusammen, und konzentrieren uns nicht auf einen bestimmten Anbieter.“


„(R)Evolution!“

Interview mit Franz Kero, Markanalyst mit über 10 Jahren Erfahrung bei Magna Steyr

Franz Kero, Magna

Kommt nun endlich das Elektroauto für die Massen?
Früher oder später sicher, aber ein echter Durchbruch wird noch durch die Lithium Ionen Technologie verhindert.

Es hängt also von der nächsten Batterietechnologie ab?
Ja, denn die aktuelle Technologie ist eigentlich recht alt. Die E-Mobilität wird durch die Faktoren „Range, Infrastructure, Price“ (Reichweite, Infrastruktur, Preis) bestimmt. Sowohl Reichweite als auch Preis sind bei Lithium Ionen Akkus der Flaschenhals.

Werden diese Akkus nicht immer besser?
Selbst wenn sie wesentlich besser würden, wäre noch immer der Preis ein Problem. Ausserdem sprechen wir hier von extremen Umweltbelastungen, wenn man an die Menge Lithium kommen will, mit der man einen Massenmarkt für Autos beliefert.Oft lagert das Lithium tief unter der Erde eingeschlossen in Pegmatit, also in erkaltetem Magma. Das macht den Abbau kompliziert und teuer.

Ist das Elektroauto also doch noch Illusion?
Nein, auf keinen Fall. Viele Leute die jeden Tag zur Arbeit fahren und mehrere Lademöglichkeiten haben, schätzen bereits jetzt ihre Elektrofahrzeuge. Aber ein Großteil der Fahrer will nach wie vor in 3 Minuten soviel getankt haben können, dass man damit 1.000 Kilometer fahren kann, und zwar überall auf der Welt.

Steht die nächste Batterietechnologie schon fest ?
Natürlich wird mit Hochdruck geforscht, und es gibt bei verschiedenen Technologien Vor & Nachteile. Nehmen wir als Beispiel die Aluminium-Ionen Batterie. Aluminium ist das häufigste Metall der Erde, extrem billig, und hat sehr gute Leitfähigkeit. Aber ist gibt Defizite mit der Spannung, was wiederum mehr Forschung und Investitionen bedeutet.

Wann kommt die nächste Batterie Generation?
Egal von welcher Technologie wir jetzt ausgehen, es befindet sich alles noch in der Grundlagenforschung. Bis 2025 werden wohl noch weiterhin Lithium-Ionen Akkus verbaut. Die Euphorie die derzeit herrscht bringt zwar frischen Wind in die Branche, aber auch sie wird erst mal abkühlen.